| Glasmalerei des 20. Jahrhunderts | |||
Die moderne Glasmalerei ist geprägt vom Wechselspiel der graphischen Strenge des Bleirutennetzes mit der Intensität des farbigen Lichtes, das mit seinem lebendigen Wechsel im Tages- und Jahresverlauf in vielfältiger Weise die Atmosphäre der Kirchenbauten und Profanräume seit der Jahrhundertwende bestimmt. |
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André Enard Deux mondes, 1974 Bleiverglasung, Echt-Antikglas, Schwarzlotbemalung Ausführung: Glasmalerei Dr. H. Oidtmann, Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen Stiftung Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich |
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Jochem Poensgen Auferstehung, 1982 Bleiverglasung. Opakgläser, Schwarzlotmalerei Ausführung: Glasmalerei Dr. H. Oidtmann, Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen Stiftung Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich |
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Hubert Spierling mit rotem Keil, 1984/85 Bleiverglasung. Echt-Antik-, Opal-, und Opakgläser, Schwarzlotmalerei Ausführung: Glasmalerei Dr. H. Oidtmann, Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen Stiftung Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich |
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Wilhelm Teuwen Wilhelm Teuwen, Das Ei Detail der Maßwerkrosette des Kölner Domfensters, 1967 Bleiverglasung, Echt-Antik-Glas Ausführung: Glasmalerei Hein Derix, Kevelaer Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung |
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Joachim Klos JVA Aachen, Musterscheibe, 2002 Bleiverglasung, Echt-Antik-Glas, Schwarzlotmalerei Ausführung: Glasmalerei Dr. H. Oidtmann, Linnich Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung |
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Wilhelm Buschulte Apsidenfenster St. Gereon, Köln, 1982 Echtantik-, Opal- und Opakglas, sandgestrahlte Dallgläser, Rundstangengläser Ausführung: Glasmalerei Dr. H. Oidtmann, Linnich Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Wilhelm Buschulte (Jahrgang 1923) studierte ab 1943 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, die mitten in die Zensuren der Nationalsozialisten geriet. Wie viele seiner Kollegen blickt Buschulte auf fünf Jahrzehnte glasmalerischen Schaffens zurück. Dabei gibt es in seinen Werken zwei Kontrapunkte: die expressionistisch geprägten, sehr farbigen Arbeiten und die ornamentalen, mitunter geometrischen Schwarz-Weiß-Arbeiten. Herausragende Kirchenfensterzyklen schuf er u. a. für St. Maria im Kapitol, St. Ursula und St. Gereon in Köln, die Paulskirche in Frankfurt, Maria Königin in Saarbrücken (Architekt: Rudolf Schwarz), die apostolische Nuntiatur in Berlin und den Aachener und Paderborner Dom. Die Ausstellung zeigt Glasmalerei, Ölbilder, Grafiken, Entwürfe und Kartons. |
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Herb Schiffer Das Schweißtuch der Veronika, 2002 Bleiverglasung, Echt-Antik-Glas, Schwarzlotmalerei Ausführung: Glasmalerei Hein Derix, Kevelaer Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich Dauerleihgabe der Nordrhein-Westfalen-Stiftung |
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Paul Weigmann Schöpfungsgeschichte, 1998 Bleiverglasung, Echt-Antik-Glas, Plexiglas, Schwarzlotmalerei Ausführung: Glasmalerei Hein Derix, Kevelaer Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich, 1999/78 |
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Johannes Schreiter Fazit 78/1984/F Bleirutentechnik, Opales Glas, Überfangglas, Siebdruck, Schwarzlotbemalung Ausführung: Glasmalerei Peters, Paderborn Leihgabe: Glasmalerei Peters, Paderborn Johannes Schreiter, einer der exponiertesten zeitgenössischen Glasmaler, gestaltet viele seiner Arbeiten unter der Prämisse, auf die 'Droge Farbe' und die 'deformierenden Kräfte' starkfarbigen Lichtes zu verzichten. Farbiges Licht kann nach Schreiter die Stimmung des Raumes erheblich beeinflußen, so daß man sich seiner Wirkung nur schwer zu entziehen vermag. Über das problembeladene Thema Kunst und Kirche läßt sich vortrefflich vor Schreiters "Musikfenster" für die Heidelberger Heiliggeistkirche debattieren. Diese Kirche beheimatete im Mittelalter die "Bibliotheca Palatina", die damals das Wissen der gesamten Welt dokumentierte. In seinem Konzept bezieht sich Schreiter auf diese Tatsache und widmet seine Fenster dem Denken und Wissen unserer Zeit. Er stellt dem christlichen Glauben Ausschnitte irdischer Wirklichkeit gegenüber. |
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© Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich 2009 |
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