Nie wieder ist Jetzt! - Kunstroute der Toleranz - Ernesto MarquesZerbrechlichkeit - Würde - Befreiung

5. Juli 2026 - 28. Februar 2027
Eröffnung am Sonntag, 5. Juli 2026 11:30:00 Uhr


"Nie wieder ist Jetzt!“: Kunstroute der Toleranz setzt starkes Zeichen im Kreis Düren
Drei renommierte Kulturinstitutionen im Kreis Düren schließen sich für ein wegweisendes Kooperationsprojekt zusammen. Die „Kunstroute der Toleranz“ des Künstlers Ernesto Marques verbindet Kunst, Erinnerungskultur und Verfassungstreue zu einem dringenden Appell für Menschlichkeit, Vielfalt und eine offene Gesellschaft.

Angesichts gesellschaftlicher Risse und eines spürbaren Verlusts an Solidarität setzen das Deutsche Glasmalerei-Museum Linnich, das Burgenmuseum Nideggen und die Internationale Kunstakademie Heimbach ein gemeinsames, unüberhörbares Statement für Toleranz, Demokratie und Freiheit. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Ralf Nolten verbindet das ambitionierte Kunstprojekt die Erinnerung an die schlimme Zeit des Nationalsozialismus mit den Herausforderungen der Gegenwart. Auch weitere Kulturhäuser des Kreises möchten die Route mit flankierenden Aktionen begleiten.

Kunst als Spiegel der Gesellschaft und des Grundgesetzes
Im Zentrum der Ausstellungen stehen abstrakte menschliche Skulpturen von Ernesto Marques. Die gleichmäßige Verteilung der Figuren „The Boy“ und „The Girl“ betont dabei die fundamentale Gleichheit aller Menschen, unabhängig von Herkunft oder Geschlecht. Die Farbgebung trägt eine tiefe Symbolik: Monochrom graue Figuren versinnbildlichen Diskriminierung, Trauer und Isolation, während farbenfrohe Skulpturen für Demokratie, Würde und Vielfalt stehen.
Der Künstler Ernesto Marques beschreibt die Bedeutung seiner Kunstinstallationen so: „Es ist wichtig aus der Geschichte zu lernen und Künstler haben die Möglichkeit Werte wie Demokratie, Achtsamkeit und Toleranz mit ihrer Kunst öffentlich zu machen und das versuche ich mit meiner künstlerischen Expertise.“

Bereits vor dem Glasmalerei-Museum Linnich, dem Ort der ersten Ausstellung der Kunstroute steht ein gläsernes Symbol für Toleranz – Die 8 Meter hohe Stele der Toleranz, welche einem internationalen Projekt entspringt und bisher die einzige ihrer Art in Nordrhein-Westfalen ist und unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlamentes steht.

Die Kunstroute der Toleranz führt über drei Kultur-Orte, die jeweils ein Thema der Route umsetzen.
• Zerbrechlichkeit – Deutsches Glasmalerei-Museum Linnich
• Würde – Burgenmuseum Nideggen
• Befreiung – Internationale Kunstakademie Heimbach

Einladendes Programm für alle Generationen
Das Projekt versteht sich ausdrücklich als barrierefreier Raum für Begegnung und Austausch. Es richtet sich an alle Alters- und Gesellschaftsgruppen.
Der Startschuss fällt am Sonntag, 5. Juli 2025 um 11:30 Uhr mit der feierlichen Eröffnung im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich. Nach den Grußworten von Schirmherr Landrat Dr. Ralf Nolten und Bürgermeisterin Marion Schunck-Zenker erwartet die Gäste ein facettenreiches Rahmenprogramm:
• Musik: Die Konzertdirektion Koltun mit Florian Koltun (Flügel) und Po Fan Chen (Geige) präsentiert Werke jüdischer Komponisten; zudem musizieren die junge Musikerin Paula Kozikowski und Jörg Hartig (Gitarre) für die Jugendmusikschule Heinsberg e.V.
• Wortkunst: Die Alsdorfer Schülerin Jana Pelzer präsentiert einen thematischen Poetry-Slam über Frieden und Achtsamkeit.
• Einblicke: Museumleiterin Luzia Schlösser führt in die Installation ein; zudem bietet Künstler Ernesto Marques eine persönliche Führung an.
• Mitmach-Aktion: Für Familien öffnet die Museumswerkstatt einen Kreativ-Workshop.

Die weiteren Stationen und Ausblick
Nach dem Auftakt in Linnich wandert das Projekt weiter durch den Kreis, wobei alle drei Ausstellungen gleichzeitig am Sonntag, 28. Februar 2027 enden.
• Sonntag, 27. September: Eröffnung im Burgenmuseum Nideggen zum Thema „Würde“.
• Sonntag, 8. November: Eröffnung in der Internationalen Kunstakademie Heimbach zum Thema „Befreiung“.

Das Gesamtprojekt läuft bis zum Frühjahr 2027 und findet seinen feierlichen Abschluss mit einer Retrospektive und Finissage im März 2027 in der Kreisverwaltung Düren. Diese wird aktiv durch Beiträge der weiterführenden Schulen des Kreises mitgestaltet.

Ein besonderer Dank der Veranstalter gilt dem Amt für Schule und Bildung für die Kontaktaufnahme zu den Schulen und für den Austausch sowie allen Sponsoren, ohne deren Unterstützung die Umsetzung dieses gesellschaftlich so wichtigen Projekts nicht möglich gewesen wäre.

Informationen gibt es
im Deutschen Glasmalerei-Museum Linnich unter 02462/991713 und per E-Mail: info@glasmalereimuseum.de

im Burgenmuseum Nideggen unter 02427/6340 oder burgenmuseum@kreis-dueren.de

in der Internationalen Kunstakademie-Heimbach unter 02446-80970-0 oder info@kunstakademie-heimbach.de